Auch nach zwei Partien kein Sieg gegen Bracht

09.03.2015

Der Spielplan wollte es so: Das letzte Hinrundenspiel war auch gleich das erste Rückrundenspiel. Am 3. Dezember 2014 musste die, zuvor endlich auch zu Hause erfolgreiche, Mannschaft von Wolfgang Falck bei bitterer Kälte in Bracht antreten und wollte sich dabei gegen einen direkten Konkurrenten in der Tabelle weiter nach vorne arbeiten. Die vorgezogene Begegnung fand unter Flutlicht statt, das zunächst den Schaagern den Weg zum gegnerischen Strafraum leuchtete. In der ersten Halbzeit war die E-Jugend aus Nettetals jüngsten Stadtteil das klar bessere Team und kam zu einer Reihe gut herausgespielter Chancen. Letztlich aber konnte der Heimkeeper die Schüsse toll abwehren oder man vergab etwas unglücklich. Zwar torlos aber mit großem Selbstvertrauen gingen die Jungs von Trainer Wolfgang Falck in die Pause. Doch diese tat den Schaagern weniger gut als dem TSF. Es entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe, wobei die Schaager Mannschaft längst nicht so gut stand, wie noch in der ersten Hälfte. Die Abschläge von Torwart Göki Yilmaz wurden von der hochgewachsenen Abwehr abgefangen und die Gegenstöße wurden gefährlicher. Als sich dann Bracht einmal gegen den ansonsten starken Florian Wagner auf dem rechten Flügel durchsetzen konnte, passte auch im Zentrum niemand auf, so dass die Hereingabe gut verwandelt wurde. Nach dem 1:0 versuchte SuS weiter zum ersten Tor zu kommen, aber trotz einiger guter Ansätze verkrampfte das Spiel. Gleichzeitig hatte die Verteidigung mit dem Schaager Keepern noch ein paar Mal zu tun, um einen höheren Rückstand zu vermeiden. Letztlich blieb es dann bei dem etwas unglücklichen 0:1 aus Schaager Sicht und man ging nicht ganz so optimistisch wie erhofft in die Winterpause.

In der Winterpause konnte die E-Jugend dann ja bei der erfolgreichen Stadtmeisterschaft (wir berichteten bereits) mit dem verdienten dritten Platz frisches Selbstvertrauen tanken und so gingen die Spieler frohgemut daheim in Schaag ins "Rückspiel".

Bei viel angenehmeren äußeren Bedingungen und kräftigem Sonnenschein schien Schaags Angriff in der ersten Hälfte wieder "gut beleuchtet". Ohne eine echte Chance der Gäste zeigte die Schaager Offensive ein gutes Spiel und kam wieder zu zahlreichen Chancen. Anders als in Bracht konnte wenigstens eine Chance genutzt werden – Hamid Moumen verwandelte zielsicher zum 1:0. Leider gelang es den Jungs aber nicht den vorentscheidenden zweiten Treffer zu erzielen. Ähnlich wie mehr als drei Monate zuvor ging Schaag wieder mit dem sicheren Gefühl der eigenen Überlegenheit in die Pause - diesmal sogar unterfüttert mit der Führung. Doch wieder täuschten sich Mannschaft und Zuschauer, denn beide Teams kamen wie verwandelt aus der Pause. Die Gäste aus Bracht zeigten nun selbst gute Kombinationen und kamen gefährlich in die Schaager Hälfte. Florian Wagner, Michel Hoppe, später Luca Giebelen und Torwart Göki Yilmaz hatten in der Abwehr nun wieder viel zu tun. Trotz der guten Abwehrleistung konnte dann mehrere Eckbällen nicht kontrolliert werden und so kam es dann zum, aufgrund der eigenen Steigerung, nicht unverdienten Ausgleich für TSF Bracht. Danach ähnelte diese zweite Halbzeit wieder stark den letzten fünfundzwanzig Minuten in Bracht. Schaag stand nicht mehr gut und kam kaum zu klaren Chancen. Stattdessen nutzten die Gäste die Lücken zwischen den Schaager Mannschaftsteilen und konnten freistehend aus mittlerer Entfernung, für Schaags Keeper unhaltbar, zur Brachter Führung einnetzen. Aber nun wiederholte sich die Partie doch nicht vollends, denn das Team von Wolfgang Falck zeigte eine tolle Reaktion. Endlich klappte wieder eine Kombination und Eugen Schneider konnte die Hereingabe zum alles in allem verdienten Ausgleich zum 2:2 nutzen. Danach drückte Schaag wieder etwas stärker, aber der wieder sehr gute Brachter Torhüter ließ nichts mehr anbrennen.

So blieb es beim insgesamt leistungsgerechten 2:2 und einem ordentlichen Rückrundenauftakt für die E-Jugend des SuS Schaag. Letztlich fehlt es dem Team ein wenig an Konstanz, um auch über die gesamte Strecke eine konzentrierte Leistung abzuliefern. Das war dann zu wenig, um an den eigentlich nicht stärkeren Brachtern in der Tabelle vorbeizuziehen. Gelingt es den Spielern aber, sich hier noch weiter zu steigern, ist in der laufenden Saison gleichwohl noch viel drin. Da Amern das nächste Spiel zunächst abgesagt hat, bleiben zwei Wochen, um hieran zu arbeiten.