Ein Satz mit "X" - das war wohl nix!

03.12.2015

Eigentlich stimmten am letzten Samstag beim Spiel der Schaager F-Jugend die äußeren Rahmenbedingungen - nach einer regnerischen Nacht kam die Sonne heraus und das von Wolfgang Janissen und Dirk McMorrow betreute Team ging guten Mutes auf die Reise zum Auswärtsspiel nach St. Tönis. Allerdings war auch krankheitsbedingt der Kader recht dünn, so dass sich die Mannschaft fast allein aufstellte. Mit Nico Wehrmann im Tor und einer Dreierkette aus Yannik Thelen, Niclas Stiels und Luisa-Marie Wagner in der Abwehr und einem Dreier-Sturm aus Louis McMorrow, Dion Wenzel und Janus Hommen sowie als einziger Alternative Ramin Zenses.

Dann noch vor dem Anpfiff die Schrecksekunde, als Nico aus dem Tor humpelte und nicht richtig auftreten konnte. Nach kurzer Untersuchung entschied Wolfgang aber, einen Einsatz zu riskieren und so ging es dann um 9:30 Uhr los. Machten sich die Eltern der Gastgeber zunächst Hoffnung, dass die gehandicapten Schaager überrollt werden, belehrte sie das couragiert aufspielende SuS-Team eines Besseren. Schaag spielte druckvoll und kam mit Louis und Dion zu einigen Chancen, die der gute Gästekeeper parierte. In dieser Phase klappte dann auch die Defensivarbeit wobei Luisa-Marie eher als Sechser agierte und im Mittelfeld alles wegräumte und sich sogar als Achter in den Angriff einschaltete. Auch Yannick und Niclas machten ihre Sache gut, so dass der angeschlagene Keeper kaum etwas zu tun hatte. Aber als dann Mitte der ersten Hälfte Luisa-Marie mit einem Fallrückzieher zunächst klärte, schienen die Mitspieler aus dem Staunen nicht heraus zu kommen und der nachfolgende Angriff der St. Töniser wurde verschlafen und das, in dieser Phase überraschende, 1:0 für die Gastgeber war die Folge. Zwar blieb Schaag auch danach noch im Spiel, aber jetzt kombinierten die Gastgeber besser und kamen zu zwei weiteren Chancen, die zu zwei weiteren Toren führten.

Zur Halbzeit stand es dann - eigentlich etwas zu deutlich - 0:3 aus Schaager Sicht. Als fiel folgenschwerer erwies sich dann aber, dass Nico doch nicht mehr weitermachen konnte und das Trainergespann gezwungen war, umzustellen. Dabei wurde der Abwehrverbund gesprengt und Yannik ging ins Tor. Ramin rückte auf die Außenverteidigerposition nach. Die Gastgeber kamen gestärkt aus der Pause, kombinierten sich durch die Schaager Reihen und erzielten schnell drei weitere Tore, so dass mit 6:0 nach fünf Minuten in der zweiten Halbzeit die Partie entschieden war. Aber dann kam es noch viel schlimmer. Während die Schaager sogar noch ein, zwei gute Gelegenheiten hatten, bei denen Louis und Dion nicht zum Erfolg kamen, war bei den Gastgebern jetzt jeder Schuss ein Treffer und jede Kombination wurde erfolgreich abgeschlossen. 0:15 lautete dann am Ende das bittere Resultat.

Nur ein Gerücht ist es aber, dass sich das tief enttäuschte Trainerteam nach Abpfiff selbst entlassen hat... Etwas versöhnlich dann am Ende das obligatorische Elfmeterschießen: Schaag mit Niclas Stiels im Tor gewann tatsächlich 6:5.

Insgesamt ein unglücklicher Morgen, den man möglichst schnell abhaken sollte: Im Heimspiel am nächsten Samstag gegen Niersia Neersen heißt es: Neues Spiel. Neues Glück!