Im dritten Spiel ungeschlagen: Gegen Waldniel erkämpft sich Schaag ein 3:3

05.09.2015

Nach dem guten Start in die Saison stand mit dem SC Waldniel im heutigen Heimspiel ein harter Brocken auf dem Spielplan. Schon die kühlere Witterung machte deutlich, dass die Jungs von Wolfgang Falck mit Schönwetterfußball nicht weiterkommen würden. Die in der Anfangsformation unveränderte D-1 mit Tim Strötges im Sturm startete furios: Gleich im ersten Angriff des Spiels kombinierte das Team gut und bediente Michel Hoppe der aus kurzer Entfernung zum 1:0 einschoss. Allerdings zeigte sich Waldniel unbeeindruckt und im Gegenzug kam es dann zum ebenfalls gut herausgespielten 1:1. Nach diesem spannenden Start entwickelte sich rasch ein Spiel, bei dem beide Teams auf Augenhöhe agierten. Während Waldniel eine etwas bessere Spielanlage hatte, wirkte das Team des SuS etwas zielstrebiger. So war es eine gute Einzelleistung von Nils Hoppe, der sich auf dem linken Flügel durchsetze, in den Strafraum zog und ins Eck zum nicht unverdienten 2:1 die erneute Führung erzielte. Aber auch danach blieb Waldniel, auch bei Standardsituationen gefährlich. Die von Florian Wagner gut organisierte Abwehr hielt aber stand. Erkan Kanat und vor allem Jan-Luca Penders zeigten ein tolles Spiel und auch Julian Falck im defensiven Mittelfeld schmiss sich in viele Zweikämpfe. Überhaupt war das Mittelfeld hart umkämpft, so dass es wieder ein Sololauf von Nils Hoppe war, der den Unterschied ausmachte. Wieder spielte sich der Schaager Stürmer durch die Waldnieler Abwehr und traf erneut zum scheinbar klaren 3:1. Danach wurde er mit Leistenproblemen gegen Talha Tekin ausgewechselt. Waldniel bekam vor allem mit der überragenden Nr. 7 mehr Zugriff aufs Spiel, ohne sich entscheidend durchsetzen zu können. Doch dann verlor Schaag in der Vorwärtsbewegung den Ball und Waldniel konterte eiskalt. Am Ende der Kombination hatte Marcel Stacha, im Tor, keine Chance gegen den freistehenden Gästestürmer, so dass dieser den Anschlusstreffer zum 3:2 erzielte. Bis zur Pause blieb Waldniel gefährlich, aber Jan-Luca, Florian, Erkan und die unterstützenden Mittelfeldspieler mit Michel verhinderten den Ausgleich.

Nach der Pause ersetzte Wolfgang Falck Tim durch Hasan Kurdi in der Spitze, während Nils wieder statt Talha die gewohnte Position als linke Sturmspitze wahrnahm. Doch nun blieb Waldniel am Drücker und setzte sich in der Schaager Hälfte fest. Einen Entlastungsangriff konnte der einsatzfreudige Nils nicht erfolgreich abschließen. Gerade als Schaag nach ungefähr zehn Minuten im zweiten Durchgang wieder etwas besser ins Spiel kam, viel der Ausgleich. Die Waldnieler hatten sich rechts durchgesetzt. Die scharfe Hereingabe fälschte Jan-Luca unglücklich ins eigene Tor ab, wobei ihm kein Vorwurf zu machen war. Florian ermunterte den heute sehr stark spielenden Neuzugang auch, so dass es mit viel Elan weiter ging. Das Tor war für die SuS-Kicker ein Signal, noch eine Schippe drauf zu legen: Insbesondere immer wieder über Nils kam es zu viel versprechenden Angriffen, die jedoch alle am gut stehenden Gästekeeper, dem Abseits oder an dem letzten Quäntchen Präzision und Glück scheiterten. Dann aber war das Pressing im gegnerischen Strafraum erfolgreich: Lennart McMorrw lief mit dem eroberten Ball frei aufs Tor zu und der Abwehrspieler von Waldniel traf von hinten nur die Achillesferse Lennarts, der stürzte und musste mit einer Schürfwunde gegen Tobias Bahlke ausgewechselt werden. Den anschließenden Elfmeter wollte Nils ausführen, als der Schiedsrichter zum Unverständnis der Schaager Spieler und Trainerbank deutlich machte, dass er nur Freistoß gepfiffen hatte. Angeblich, so erklärte er dem Schaager Mannschaftskapitän, sei das Foul auf der Strafraumgrenze begangen worden. Auch Florians Erwiderung, die Grenze gehöre ja auch zum Strafraum, wurde nicht gelten gelassen. Der gefährlich getretene Freistoß flog dann aber leider über das Tor. Zwar ließ sich das Team auch von diesen Geschehnissen nicht entmutigen, aber die ganz großen Chancen blieben nun aus. Stattdessen kam Waldniel gefährlich halblinks zum Schuss, aber Marcel war in der bedrohten Ecke und verhinderte die Gästeführung. Auch die erneute Hereinnähme Lennarts, der die Zähne zusammenbiss, führte zunächst zu keiner Chance. Aber ganz kurz vor Schluss hatte dann wieder Nils eine riesige Konterchance, aber sein Schuss ging knapp vorbei. Dann pfiff der Referee ab und letztlich stand ein 3:3, das von den Spielanteilen vielleicht gerecht war; aber angesichts des Chancenplus in der zweiten Halbzeit wäre auch der dritte Sieg in Folge nicht unverdient gewesen.

Auf jeden Fall war es ein ganz tolles Spiel der D-Jugend gegen einen starken Gegner!